Terriermischling „Gilbert“

IMG_0661Als wir unseren Gilbert (Terrier-Mix) vor zwei Jahren aus einem Tierheim zu uns holten, war uns nicht klar, was wir für eine Aufgabe uns bevorstand.  Hinzu kam, dass wir im Umgang mit Hunden noch unerfahren waren.  Als Tierliebhaber hatten wir davor nur Katzen, Meerschweinchen und Wellensittiche.

In den USA aufgewachsen wurde Gilbert, so die Leiterin des Tierheims, nur im Haus bzw. im Garten gehalten, Kontakte zu anderen Menschen und zur Natur im Allgemeinen waren nicht vorhanden. Hinzu kam, dass er durch die mehrwöchige Quarantäne beim Verbringen nach Deutschland  extrem  „klammerte“. Wir konnten ihn anfangs z.B. nicht alleine in einem Zimmer unseres Hauses lassen, ohne dass er sofort hinter uns herlief  bzw. laut anfing zu jammern. Die ursprünglichen Besitzer aus den USA, die in Deutschland eine Gastprofessur angenommen hatten, gaben ihn schließlich ins Tierheim.  

Mittlerweile können wir ihn, vor allen Dingen auch durch die guten Tipps von Frau Gadesmann, mehrere Stunden im Haus alleine lassen, ohne dass er uns das Haus neu „dekoriert“ bzw. die Nachbarschaft „zusammenheult“.

Er kannte auch keine anderen Menschen, zum Beispiel Jogger, Radfahrer oder gar nur Spaziergänger und reagierte mit lautem Bellen und „Hinterherflitzen“.

Dieses Verhalten konnten wir mit den liebevollen Trainingsmethoden und -vorgaben von Frau Gadesmann sukzessive beheben.

Gilbert ist nun ganz auf uns fixiert und beachtet unsere Kommandos. Er ist nach wie vor ein „Springinsfeld“, sehr lebhaft und liebt es, mit uns zu spielen.

Da Gilbert kaum Kontakt zur Außenwelt, sowie auch keinen Kontakt zu Artgenossen hatte,  reagierte er auf andere Hunde extrem aufgeregt und versuchte sie zu verbellen. Außerdem stellten wir fest, dass er durch das „Mobbing“ von anderen Hunden im Tierheim klare „Feindbilder“ besaß (Schäferhunde und vor allen Dingen auch Golden Retriever).

Hier war/ist der Besuch der 2 und 4-Beiner Hundeschule äußerst hilfreich. Durch Frau Gadesmann  und ihre tollen Tipps kann sich Gilbert mittlerweile auch in diesem Umfeld halbwegs wohlfühlen. Er lässt es heute zu, dass diese ihm gefährlich erscheinenden Hunde an ihm vorbeigehen, ohne dass er noch besonders aufgeregt reagiert. Das ist eine tolle Erleichterung im Alltag.

Geschrieben von Kristin Hinrichs

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