ein Welpe zieht ein

Es gibt nicht viel Niedlicheres als einen kleinen Hundewelpen. Die erste Euphorie und Freude sollte aber nicht der Grund und die Überlegung sein einen Welpen aufzunehmen.
Der zukünftige Hundebesitzer sollte deshalb vor dem Kauf in sich gehen und darüber nachdenken, daß sich sein Leben zusammen mit einem Hund enorm verändern wird.Auch sollte er überlegen, dass das neue Familienmitglied von nun an absolut auf ihn angewiesen ist. Das bedeutet Verantwortung zu übernehmen! Die Erziehung des Welpen in der körperlichen und sozialen Entwicklungsphase erfordert vom seinem Besitzer größte Sorgfalt und Verantwortung, denn der junge Hund wird alle positiven und negativen Erfahrungen aufnehmen und in der Regel niemals vergessen.

Was nun für den Welpen zählt ist, daß er in aller Regelmäßgkeit seinen Bedürfnissen nachgehen kann und eine Person an seiner Seite hat, die für ihn da ist, wann immer dieses nötig sein wird, denn der junge Hund hat eine neue Familie und Umgebung gefunden, an die er sich noch gewöhnen muß.

Ein junger Welpe ist wie ein Kleinkind. Ein Kleinkind muß erzogen und angelernt werden. (ansonsten bin ich gegen jede Vermenschlichung) Der neue Besitzer muss sich diese Zeit intensiv und ausgiebig nehmen, denn der Welpe muss, im Gegensatz zum Menschenkind, sehr schnell lernen.

Optimal für den jungen Hund nach der Übernahme ist ein erwachsener Mensch, der in den ersten Lebensmonaten viel Zeit zusammen mit dem Welpen verbringt, und Ihm die Aufmerksamkeit gibt, die er benötigt.

Eine Gewöhnung an den Menschen sollte schon ab der 4ten Woche stattfinden. Auch angefasst und gestreichelt werden muss erlernt werden. Ein freundlicher Umgang ohne Überforderung oder gar Angst ist prägend für das gesamte Hundeleben. Im Alter von 8-12 Wochen gehen die Welpen dann in Ihre neuen Familien über.
Wer mehr über die einzelnen Phasen eines neugeborenen Hundes bis zur Abgabe wissen möchte kann hier weiterlesen.

…der Welpe zieht ein

8. bis 12. Woche

Dies ist das Alter um in das neue Zuhause einzuziehen und herauszufinden wie die Welt außerhalb der Wurfkiste aussieht. Nach den ersten Schutzimpfungen sollten Sie den Welpen möglichst überall mit hin nehmen. Setzen Sie ihn ab, gehen Sie mit Ihm ein paar Schritte und achten Sie darauf, daß er Ihnen folgt. Dadurch lernt er Sie als Rudelführer zu akzeptieren. Dieses Lebensalter ist entscheidend für die bereits angesprochene Sozialisierung mit dem Menschen.
In dieser Zeitspanne braucht der Welpe mehr als alles andere das Gefühl der Sicherheit. Es ist die sogenannte „Angstprägephase“, in der kleine Hunde leicht erschreckt werden können, und vielleicht vergessen Sie nie wieder, was Ihnen Angst eingejagt hat. Welpen in diesem Alter sind geradezu lernbegierig, solange man Ihnen behutsame und konsequente Lektionen erteilt. Einfache Befehle wie „Sitz“ oder „Hier“ können Sie bereits erlernen. Zu wissen, dass Sie sich freuen, wenn der Welpe auf Zuruf zu Ihnen kommt, stärkt sein Selbstbewusstsein und er fühlt sich sicherer, wenn er einen bestimmten Tagesablauf kennenlernt. Achten Sie jetzt unbedingt darauf, dass er Umgang mit Artgenossen hat.

In dieser Phase sind sozialer Umgang und eine behutsame Erziehung wichtig. Wenn der Hund noch nicht Sitz gelernt hat oder darauf zu reagieren und an der Leine zu gehen sollten Sie jetzt unbedingt mit der Erziehung anfangen.

12. bis 16. Woche

In diesen Wochen braucht der kleine Hund besonders viel Aufmerksamkeit und intensiven sozialen Umgang. Fahren Sie fort mit der Erziehung des neuen Familienmitgliedes, seien Sie aber dennoch nicht zu streng mit ihm. So mancher Welpe fremdelt in diesem Alter, und versteckt sich hinter Ihnen, wenn er beim Spazierengehen auf Ubekannte oder Unbekanntes trifft. Wenn Ihr Liebling bis heute keine Probleme mit Menschen oder Artgenossen hatte, wird sich seine gesunde Zurückhaltung bald legen. Achten Sie jetzt weiterhin auf intensive Sozialkontakte.

16. Woche bis 6. Monat

Ein Hund kommt mit ca. 16 Wochen ins Jugendalter. Körperlich ist er noch nicht ausgereift. Je nach Rasse geht dies schneller oder langsamer von statten. Bedenken Sie, dass er auch emontional noch nicht gefestigt ist. Auch kann er noch nicht so aufmerksam sein wie ein erwachsener Hund. Stellen Sie jetzt Tag für Tag die gleichen Anforderungen an ihn, damit seine Entwicklung ungestört stattfindet, und er nicht in Verwirrung gerät. Bringen Sie ihn mit Menschen und andern Tieren zusammen, gewöhnen Sie ihn auch langsam an Situationen, die er vielleicht nicht jeden Tag erlebt, z.B. Autofahren, Straßenverkehr, Kinder, Tiere etc.. Vielleicht besuchen Sie auch vor der ersten tatsächlichen Untersuchung einmal den Tierarzt?

6. bis 12. Monat

Der herangewachsene Hund erreicht in diesen Monaten seine Geschlechtsreife, dieses gilt für beide Geschlechter. Der Rüde kann jetzt ein wenig aufdringlich werden; sie werden merken, das sich Ihr Hund immer besser konzentrieren kann. Jetzt ist es sehr wichtig, daß Sie mit Ihm regelmäßig trainieren- egal, ob Sie Unterordnungsübungen machen oder ihm nur zum Spaß Kunststücke beibringen.

12. bis 24. Monat

Jetzt wird Ihr vierbeiniger Freund erwachsen, obwohl einige Hunde, vor allem größere Rassen, Ihre emotionale Reife erst mit 30 Monaten erreichen.

Sozialisierung des Welpens

Einen Welpen zu sozialisieren heißt, ihn an Menschen, Orte und Gegenstände zu gewöhnen; jedes mal wenn Ihr Welpe etwas macht, was er noch nie zuvor getan hat, macht er wertvolle Erfahrungen. Die Zeit zwischen der 7. und 16. Woche prägt einen jungen Hund, und er vergisst niemals, was er in diesen Wochen gelernt hat. Seine Erfahrungen, die guten wie die schlechten, prägen seine Persönlichkeit dauerhaft und in der Regel unwiderruflich, machen Ihn zu einem zutraulichen oder scheuen, mutigen oder vorsichtigen, lernwilligen oder eigensinnigen Hund.

Das persönliche Umfeld

Wenn Sie Ihren Welpen zu Bekannten oder Freunden mitnehmen, lernt er sich in fremder Umgebung sicher zu fühlen wie auch bei der Begegnung von Fremden auf Spaziergängen und beim Tollen mit anderen Welpen. Er muss Bekanntschaft mit älteren Menschen, Kleinkindern, welche die Eigenschaften haben, Hunde zu Striezen, bärtigen Menschen, Frauen mit Hüten, Teenagern mit Skateboard und Menschen mit Kinderwagen machen, da dieses Personen Ihrem Hund jeden Tag begegnen werden.

Ihr Hund wird sich immer routinierter an tägliche, teilweise aussergewöhnliche Situationen gewöhnen. Lassen Sie Ihren Hund Treppen steigen, auf Gras, Schotter und Asphalt laufen, damit er auch diese Unterschiede kennenlernt.

Der Umgang mit seinen Ängsten und Nöten

Es gibt zwei grundsätzliche Regeln bei der Sozialisierung eines Welpen: Streicheln Sie Ihn nie, wenn er Angst hat oder unsicher ist und loben Sie ihn immer wenn er Mut beweist. Ein kleines Beispiel : Falls Ihr junger Hund Angst hat sich einer Sache oder einem Gegenstand zu nähern, lassen Sie Ihn dort, wo er sich befindet, gehen Sie ohne Ihren Hund auf diesen Gegenstand zu. Behandeln Sie diesen Gegenstand wie eine Kostbarkeit, und laden Sie Ihren Hund ein, sich zu Ihnen zu gesellen. Dieses dürfte nicht schwer fallen.

Ihr Welpe wird sich jetzt höchstwahrscheinlich langsam anschleichen, loben Sie Ihn aber erst, wenn er so dicht wie möglich an dem Gegenstand ist oder ihn gar mit der Nase berührt hat. Er merkt das Ihm diese Sache nicht weh tut und er keine Angst davor haben muss. Gehen Sie bei unbekannten Dingen immer so vor, werden Sie merken, dass sich dieses Problem im Laufe der Zeit von selbst löst.

Ein geregelter Tageablauf

Ihr Hund sollte jeden Tag zur selben Zeit fressen, Ruhe und aktive Zeiten haben, d.h. mit Ihnen Übungen machen, spazierengehen u.s.w. Eine gewisse Regelmäßigkeit und Routine ist hilfreich neben der körperlichen auch eine emotionale Gesundheit zu erhalten. Es vereinfacht die Erziehung und nicht zuletzt auch die Stubenreinheit.
Bei auftetenden Problemen sprechen Sie mich bitte an!

Ideal wäre es, wenn sich der Welpe im Alter von zehn bis zwölf Wochen daran gewöhnt hätte, das er er vom Aufwachen bis zu Schlafengehen etwa alle drei Stunden sein Geschäft verrichten kann. Er muss Gelegenheit haben, sich nach dem Aufwachen, den drei Mahlzeiten und kurz vor dem Schlafengehen zu erleichtern. Mit zunehmenden Alter etntwickeln sich natürlich auch die Muskeln von Blase und Darm und die Häufigkeit der zu verrichtenden „Geschäfte“nimmt ab.

Die Grundkommandos…

…erlernen wir gemeinsam in der Hundeschule!

Ihr Welpe muss die Gelegenheit bekommen, sich mit der Umwelt auseinander zusetzen. Er wird gute und weniger gute Erfahrungen machen. Geben Sie ihm Führung und Sicherheit indem Sie ihm bei seinen Erfahrungen helfen.

 

Eine schöne und informative Seite zum Weiterlesen.

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