„Blick dort – Blick hier“

Es geht darum, dass in dem Moment, wenn der Hund etwas erblickt (Blick dort) bestätigt wird und im Anschluss ein Blick zum Hundehalter erfolgt (Blick hier) der belohnt wird. Dazu verwendet man entweder ein Markerwort oder einen Clicker. Zu Beginn ist es gut mit einem neutralen Gegenstand z.B. einem Target (Fliegenklatsche) zu trainieren. Eine weitere Möglichkeit besteht darin Gegenstände aus dem Haushalt zu verwenden. So lässt sich das „Spiel“ gut in den Alltag integrieren.
Ein Gegenstand taucht z.B. hinter dem Rücken plötzlich auf, Hund schaut hin und wird geklickt und somit der Moment der Blickaufnahme verstärkt. Diese Übung sollte häufig und ohne große Aufregung, also ohne zu viel Enthusiasmus von Seiten des Hundeführers, durchgeführt werden.

Der Hund soll nur lernen, das „was auch immer es ist“ lediglich anzusehen, quasi zu registrieren. Hat man diesen Moment einige Male bestätigt, kann man als Einstimmung eine Floskel in einem bestimmten Tonfall (Singsang) sagen, z.B. :“Ja, wo ist denn das…?“ Wie immer beginnt man ohne Reizablenkung und variiert die Orte und die dazukommenden Ablenkungen so, dass der Hund es schafft den Blick auf etwas Bestimmtes zu richten. Gut lässt sich das auch mit einem Partner spielen, der in einiger Entfernung auf Gegenstände zeigt und wenn der Hund seinen Blick dorthin richtet wird er von dem Jeniegen, der ihn hält, dafür geklickt.

Ganz wichtig ist jedoch, dass man nach dem Klick oder dem entsprechenden Markerwort ein zusätzliches Verhalten vom Hund bekommen möchte. Die Umorientierung auf den Hundehalter!  (Blick hier)

Nach dem der Hund verstanden hat worum es geht, beginnt man damit dieses „Spiel“ auf „echte Alltagssituationen“ auszuweiten. Eine Umorientierung kann bei vielen Reizauslöseren erfolgen, so auch beim Wahrnehmen anderer Hunde. Natürlich funktioniert das nicht „von heute auf morgen“.Zeigen und Benennen

Die Situationen sollten so sein, dass der Hund „mitspielen“ kann. Das kann bei fremden Hunden bedeuten, dass sie weit genug entfernt sind oder dass sie nur kurz im Blickfeld des Hundes erscheinen. Mit bekannten Hunden fordert man den Hund mit der gewohnten Floskel: „Ja, wo ist denn…….?“ (Blick dort – Blick hier) gelegentlich zu diesem Spiel auf.

 

Die Belohnung sollte vom Hund auch als solche empfunden werden! Er bekommt sie wenn er zu euch guckt! (er muss nicht direkt in die Augen schauen, er sollte jedoch eindeutig den Blick vom „Auslöser“ abwenden) Dafür ist i .d. R. zu Beginn eine kleine Hilfestellung nötig.

Click beim „An“blick – Leckerlie vor die Nase und langsam die Hand mit dem Leckerlie in eure Richtung bewegen, winzige Pause und fressen lassen.

Im Anschluss kann der Hund angesprochen und sich mit einer weiteren Übung etwas „verdienen“oder er bekommt noch eine zusätzlichen Belohnung (gemeinsames Laufen, o.Ä.)

Soweit in der Theorie; in der Praxis kann es nun passieren, dass der Hund das Leckerlie frisst und sich sofort wieder zum Auslöser umschaut oder dass er den Blick nicht lösen kann.

Schaut sich der Hund erneut nach dem Auslöser um – super! – dann könnt ihr  in diesem Moment  im gewohnten “Singsang“ fragen: „Ja, wo ist denn der Hund?“, dann klickt  erneut und überlegt euch evtl. eine andere Belohnungsvariante nachdem euer Hund den Blick vom Auslöser wendet.

Nimmt er das Leckerlie nicht, war es entweder nicht attraktiv genug oder es wurde zu dicht am Auslöser geübt.

Es lässt sich, wie immer, alles in kleine Schritte unterteilen; auch das varariable Arbeiten ist eine Möglichkeit. Der Hund schaut sich nur kurz um – klick, er schaut sich etwas länger um – klick, er schaut sich wieder kurz um – klick, er schaut sich noch etwas länger um – klick u.s.w.

Vielleicht lasst ihr auch zu Beginn nach dem der Hund den Blick etwas abgewendet hat, Leckerlies vor euch fallen. Später muss er den Blick immer weiter oder länger abwenden, bevor es Leckerlies regnet. Seit einfach ein bisschen kreativ….;-)

 Fortsetzung folgt……

 

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